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Mittwoch, 7. März 2012
Die Anlage war sehr großräumig und wurde im Verlauf ihrer Geschichte mehrfach erweitert. Mit vielen Heiligtümern, Gästehäusern, Geschäften und anderen öffentlichen Gebäuden entstand eine riesige Anlage in derem Zentrum der Sonnentempel alles überragte. Dort saßen die Priester und interpretierten das Orakel, wenn sie den Hilfesuchenden Pilgern auf ihre Fragen antworteten.. Leider war der Nebel heute morgen recht dicht, sodaß wir das Meer vom Sonnentelmpel aus mehr erahnen als shen konnten.
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Donnerstag, 8. März 2012
Nach gut zwei Stunden Bootsfahrt ging es dann mit dem Bus weiter in den Hauptort der nächsten Provinz, Ica. Dort in einem kleinen aber sehr interessanten Museum waren neben Keramik auch diverse Textilien der hier ansässigen Paracas- und Nasca-Kulturen zu sehen. Ebenso waren Mumien und Schädel ausgestellt, die hier vor Ort gefunden worden waren.
Auch ein etwas befremdlich wirkender Modetrend in besseren Kreisen war zu beobachten, Schädel-Deformationen. Damit man nicht so wie der Rest der Bevölkerung aussah wurde bereits bei Säuglingen durch fixieren und festbinden des Schädels eine langgezogene und etwas an Since-Fiction erinnernde Schädel-Deformation hervorgerufen, die in Ihrer Folge dann auch zu chronischen Kopfschmerzen mit der Notwendigkeit einer Entlastungsbohrung im Schädel führte. Zum Glück haben sich nicht allte Modetrends erhalten.
Überhaupt ist nahezu die gesamte Küstenregion Perus von Wüste geprägt, die bis an den Pazifik reicht. Nur vereinelte Quellen und Flußtäler, die aus den Hoch-Regionen des Landes das Wasser in den Ozean bringen, sorgen für kleine Grünstreifen, die das sonst öde und trockene Land durchschneiden.
Nach dem kleinen Picknick ging es dann etwas weiter im Landesinneren nach Nasca, wo auf einer großen Ebene, die durch besondere geologische Eigenschaften geprägt ist, die sogenannten Nasca-Linien zu betrachten sind.
Von einem eigens zu diesem Zweck erbauten Aussichtsturm konnten wir zwei dieser Figuren sehr gut betrachten. Ein Rundflug über die Figuren ließ sich nicht organisiernen, da auch nur einige der Gesellschaften, die diese Flüge anbieten, vertrauenswürdiges und gut gewartetes Fluggerät verwenden. Die geologische Besonderheit bei diesen Figuren ist, daß sie zunächst darauf basieren, daß auf einem hellen, mit Salz und Salpeter versetztem Lehm und vormals Meeresgrund eine Schicht kleineren vulkanischem, aus dem Hochland stammenden und durch Schlammlawinen hierher transportierten dunklen, fast schwarzen Gerölls liegt. Die Figuren wurden nun durch leichtes, nur wenige Zentimeter tiefes abtragen der oberen, dunklen Schicht hervorgehoben, wobei die Linien dann hell gegenüber ihrer Umgebung hervortreten. Der hohe Salpeter und Salz-Gehalt des darunter liegenden hellen Lehms führt nun in Verbindung mit der durch den häfigen Nebel bedingten Feuchtigkeit dazu, daß die oberen dunkeln Steine quasi eingebacken werden. Durch die Festigkeit des Bodens fehlt auch feiner Sand, sodaß die Figuren weder zuwehen oder durch Erosion zerstört werden können. So ist es auch zu erklären, daß diese Figuren die vielen Hundert Jahre seit ihrer Entstehung haben überstehen können.
Nach der Besichtigung der Nasca-Figuren ging es dann noch wenige Kilometer, teils über unbefestigte Piste zu unserem Hotel, einer alten Hazienda, die inmitten vieler Felder unser Quartier für die kommende Nacht sein sollte. |
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Freitag, 9. März 2012 Nach dem Frühstück Fahrt nach Chauchilla. Die Grabstätten inmitten der erbarmungslosen Wüste beherbergen eine Ansammlung von Sonnengebleichten Knochen und Schädeln, unzählige Tonscherben sowie einige Mumien. Durch die extreme Trockenheit sind die Mumien un Skelette, die der Präinkazeit zugeordnet werden, sehr gut erhalten (dennoch wurde leider viel bei den letzten Erdbeben zerstört). In der Nähe befinden sich Aquäduktee aus der Zeit der Nazca-Kultur. Anschließend geht es entlang der Küste weiter nach Arequipa. Mittagessen in einem lokalen Restaurant unterwegs. Nach der Ankunft in Arequipa Transpfer zum Hotel. Arequipa wird wegen der fabelhaften Kolonialbauten aus weißen Tufftein die "weiße Stadt" genannt. Außerdem liegt diese Oasenstadt zwischen Kütse und Hochland besonders schön, umgeben von den pittoresken Vulkankegeln des Misti, des Chachani und des Picchu Picchu. Übernachtung im Hotel Sonesta Posada del Inka direkt an der Plaza de Armas gelegen.
Doch bevor wir den Hauptteil der Strecke in Angriff nahmen, ging es zunächst noch einmal zu dem Gräberfeld bei Chauchilla in der Nähe von Nazca. Die Abfahrt war bereits um 7Uhr, um möglichst viel vom Tageslicht ausnutzen zu können.
Interessant und auffällig an den Mumien ist der meist noch sehr gute Erhaltungszustand der Haare, während die Schädel selbst nur noch aus ausgelbleichte Knochenresten bestehen.
Unterwegs passierten wir auch einen Grabenbruch, der von einem relativ schmalen Riß vor dem letzten größeren Erdbeben nun auf eine stattliche Breite angewachsen war. Dieser Grabenbruch zieht sich über eine Länge von über 100km hin und mündet in der Nähe von Puerto de Lomas in den Pazifik.
Mit kleineren Zwischenstops zum Fotografieren und Beine-Vertreten lockerten wir die Fahrt auf, bis wir am Nachmittag zu einer etwas verspäteten Mittagspause einkehrten, bevor wir die Küste endgültig für die Fahrt in das 2.300m hoch liegende Arequipa verlassen haben. Kurz nach 20Uhr haben wir dann das sehr schöne, direkt an der Plaza Mayor gelegene Hotel erreicht, in dem wir nun die kommenden zwei Nächte bleiben werden. |
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Samstag, 10. März 2012
Mit dem Bus ging es dann weiter zum Kloster Santa Catalina, von dem ein kleinerer Teil auch noch heute von Dominikanerinnen bewohnt wird. Der weitaus größte Teil der riesigen Klosteranlage ist heute jedoch als Museum zugänglich und erlaubt einen interessanten Einblick in das frühere Klosterleben. Die Anlage hier inmitten von Arequipa ist eigenlicht nochmal eine kleine Stadt, mit kleinen verwinkelten Straßen und Gassen, an die Wirtschaftsräume, Klosterzellen, Gast- und auch Schulungsräume angrenzen. Denn in dem Kloster wurden nicht nur junge Mädchen als Novizinnen auf ihr späteres Klosterleben vorbereitet, sondern auch Mädchen und junge Frauen der gehobenen Gesellschaft für ihr späteres Leben ausgebildet.
Das Mittagessen nahmen wir dann in einem sehr schönen Restaurant mit großem Garten ein, das am heutigen Tag unter anderem auch eine größere Hochzeitsgesellschaft bewirtete. Auch hier gab es wieder hervorragendes Essen, das wir uns gemütlich im Garten des Restaurants bei folkloristischer Live-Musik schmecken ließen. Nach dem Mittagessen ging es dann noch in ein weiteres Museum, um eine weitere Mumie zu besichtigen. Zuerst wurde in einem Film die recht aufwändige und spektakuläre Suche nach den Mumien in rund 6.000m Höhe beschrieben, bevor es durch die sehr dunkel beleuchtete Ausstellung ging. Neben den Grabbeigaben war die sogenannte "Sarita"-Mumie ausgestellt, da die normalerweise ausgestellte "Juanita"-Mumie momentan wegen Restaurierungsarbeiten aus der Ausstellung entfernt wurde. Wegen dreier ineinandergeschachtelter Vitrinen, von denen die innerste auf -21°C gekühlt wurde und einer fast nicht vorhandenen Beleuchtung, ließ sich allerdings nur sehr wenig von der Mumie erkennen. Den besten Eindruck vermittelten die großen und besser beleuchteten Fotografien an den Wänden, bei denen auch der gute Erhaltungszustand wesentlich besser zu erkennen war. |
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Sonntag, 11. März 2012
Heute steht unser höchster Paß auf dem Programm. Während das knapp 2.400m hoch gelegene Arequipa noch zur Küstenregion gehört, begeben wir uns heute nun in das Hochland, das hier auf einer Höhe beginnt, bei der in Deutschland schon die Berge zu Ende sind. Auf kurvenreicher Straße und manchmal mit sehr sehr langsamen LKW vor uns geht es nun stetig bergauf.
Unterwegs waren auch viele Herden von Lamas und Alpacas zu sehen. Auch Vicunas mit ihrer ganz besonders feinen Wolle, die unter besonderem Naturschutz stehen und nur von einigen einheimsichen Stämmen geschoren werden dürfen, waren zu sehen. Zum Schutz dieser zeitweise schon vom Aussterben bedrohten Art dürfen Textilien aus Vicuna-Wolle nur mit einem speziellen Zertifikat verkauft und ausgeführt werden. Auf der Fahrt löste ein grandioser Ausblick den nächsten ab. Unseren höchsten Punkt erreichten wir bei etwas über 4.890m. Hier auf dem Paß waren auch unzählige kleine Steinhaufen zu sehen, die von den einheimischen in alter Tradition hier den Berggöttern, den sogenannten Apus gestiftet werden.
Gleichzeitig wurden wir aber auch darauf hingewiesen, daß wir diese hier völlig frei und legal erhältlichen Koka-Blätter und Bonbons nicht mit nach Deutschland eingeführt werden dürfen, da diese bei uns unter die BTM-Regelungen fallen. Trotzdem hat uns unterwegs eine Tasse Koka-Tee gut geschmeckt.
Mittlerweile ist es schon wieder 19Uhr und wir sitzen neben dem Kamin an der Bar und genießen einen Pisco-Sour als Aperitiv.
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