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Montag, 12. März 2012
Danach ging es den bereits bekannten weg in umgekehrter Richtung zurück bis zum Ort Chivai, in dem wir uns mit Proviant für die folgende Fahrt bis Puno versorgen konnten. Danach fuhren wir auf weiterhin bekannter Route wieder hinauf zu dem rund 4.900m hohen Paß, dem Mirador de Vulkanos, den wir bereits am gestrigen Tag passiert hatten. Durch die Schneefälle der Nach bot sich uns heute auf der Fahrt zum Paß ein ganz anderes, weißes Bild. Denn obwohl die Bäche viel Schmelzwasser zu Tal förderten und die Temperaturen deutlich über Null lagen, war bis Mittag dennoch viel Schnee (noch) liegengeblieben, sodaß wir diese Landschaft in zwei Varianten kennenlernen konnten.
Gegen 17Uhr erreichten wir das Hotel, das direkt an einer Bucht des Sees liegt. Heute verabschiedeten wir uns dann auch von Edwin, der sich mit dem Fahrer gleich nach unserer Ankunft wieder auf den Rückweg nach Arequipa machte. |
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Dienstag, 13. März 2012 Heute erleben Sie einen ganzen Tag auf den Weiten des blauen Titicaca-Sees, dem höchsten schiffbaren See der Welt. Mit dem Motorboot besuchen Sie die schwimmenden Inseln der Uros und die noch unbekannte Gemeinde von Llachón, ein kleines Dorf in den Hügeln der Capachica-Halbinsel. Dieser Landteil trennt die Bucht von Puno vom Hauptsee und bietet eine wunderschöne Aussicht. Die kleine Gemeinde mit nur 1300 Einwohnern gehört der Volksgruppe der Quechua an. In dieser ursprünglichen Umgebung folgen die Menschen ihren alten Traditionen und Gesetzen. Die meisten sind Bauern oder Weber, die noch immer ihre ursprünglichen Produktionstechniken anwenden. Besucher werden mit dem Blick in eine unberührte Welt belohnt. Der Besuch umfasst Wanderungen durch das Dorf, treffen mit lokalen Familien, die Beobachtung alter Anbau- und Webmethoden und die Verkostung von lokalem Essen. Übernachtung in Puno.
Da das Hotel direkt an einer Bucht des Sees liegt, konnten wir unseren Bootsausflug am Schiffsanleger des Hotels beginnen. Soledad, unsere Führerin für den heutigen Tag traf uns im Hotel um 8Uhr. Das Wetter erfreute uns mit strahlend blauem Himmel und Sonnenschein. Ein ideales Wetter für die Fahrt auf dem See, von dem wir heute aber nur einen kleinen Teil befahren werden. Der Titicacasee ist mit insgesamt 8.288km² der größte See Südamerikas und außerdem wegen seiner Höhe von 3.810m der höchste schiffbare See der Welt. An seinen tiefen Stellen erreicht der See eine Tiefe von rund 280m.
Nachdem wir über Bau und Konstruktion der Inseln informiert waren, bekamen wir eine kleine Art Theateraufführung zu sehen, wo uns die Bewohnerinnen der Insel das Geschehen auf den Märkten darstellten, wo die einzelnen Erzeugnisse auf einer reinen Warenbasis ohne Geld getausch werden und deren Währung im Prinzip die Arbeitszeit für die Herstellung des jeweiligen Produkts ist. Danach wurden wir noch eingeladen, die Hütten selbst zu besuchen und uns ein Bild des täglichen Lebens der Uros zu machen. Sogar ein Fernseher, der über ein Solarpanel gespeist wurde, war vorhanden. Bevor es weiterging unternahmen wir noch mit einem der Schilfboote einen kleine Rundfahrt um die Inseln. Zurück auf unserem normalen Boot fuhren wir noch rund eine halbe Stunde weiter durch die Binsen, bevor wir in freiem Wasser auf die gegenüberliegende Capachica-Halbinsel zu fuhren, die auch gleichzeitig den Abschluß der Puno-Bucht zum restlichen Titicacasee bildet. Dort angekommen ging es einige Stufen am Steilufer hinauf bis zu Valentin, der sich mit einigen anderen Bauern zusammengeschlossen hat und für Touristen einen Mittagsimbiss und bei Bedarf auch einige wenige Gästezimmer bietet. Bevor wir jedoch uns zum Mittgessen bei Valentin niederließen, machten wir noch einen kleinen Rundgang durch den Ort Llachón.
Auf der Rückfahrt konnten wir dann auf dem Boot noch einmal die Sonne und herrliche, spätnachmittägliche Stimmung genießen. |